Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

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Liebe Mitchristen in St. Barbara,  liebe Freundinnen und Freunde,
ich möchte mich bei Ihnen mit guten Wünschen und einem herzlichen Gruß zum Advent und zum Weihnachtsfest melden. Mit dem Advent hat in den großen christlichen Kirchen immer auch ein neues Kirchenjahr begonnen. Ich finde, es hat schon etwas, wenn wir in diesen Zeiten Neues beginnen. Bald sind annähernd zwei Jahre damit gefüllt, dass die Corona-Pandemie unser Leben bestimmt und auch verändert hat. Manchmal kommt es mir so vor, als hätte sich damit unser ‚Zeitgefühl‘ insgesamt gewandelt.

Oft sprechen wir von der Vergangenheit als der Zeit „vor Corona“. Wir erfahren tagtäglich, dass das Leben mit der Pandemie uns immer wieder Lasten abverlangt und auferlegt und uns vieler Sicherheiten und Selbstverständlichkeiten beraubt. Und wie schauen wir in die Zukunft? Wird es eine Zeit ‚ohne Corona‘ geben? Viele sind sich sicher, dass dies nicht einfach so sein wird und vieles vielleicht auch nie wiederkommt.

Was bedeutet eine solche Herausforderung eigentlich für uns Christinnen und Christen? Verändert sich nicht nur gerade unsere Welt und unser Leben verändert sich auch unser Glaube, unsere Gottesbeziehung, unser Bild und Verständnis von Gott selbst?

Mit dem Advent haben wir ein neues Kirchenjahr begonnen und es gefällt mir gut, dass das ‚Neue‘ immer gleichsam „voller Hoffnung“ beginnt. Wir bereiten uns auf das Fest der Geburt Jesu Christi vor, das wir feiern. Dieses Ereignis ist und war so wichtig, dass damit unsere Zeitrechnung beginnt. Von Weihnachten an wird neu gerechnet. Der Stern, der über dem Kind in der Krippe strahlt, wird zum Zeichen der Hoffnung. Nicht von ungefähr wird deshalb vor das Geburtsdatum ein „*“ (Sternchen) gesetzt. Wir Menschen sind Wesen der Hoffnung, sind allesamt Gotteskinder. Seine Verheißungen gelten uns immer wieder aufs Neue. Der christliche Blick nach vorne, in die Zukunft ist damit auf ein Ziel gerichtet, er ist von Verheißung getränkt. „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe.“ (Phil 4,4-5)
Freude und Hoffnung, die sich aus der Erwartung speisen, dass Gott uns nahe ist. Welch ein Wunsch gerade in diesen schwierigen Zeiten! Ich bin froh und dankbar, dass wir gemeinsam im Glauben verbunden durch diese Zeiten gehen. Mit dem Blick zurück auf die letzten Wochen und Monate, die für viele anstrengend und kraftzehrend waren, möchte ich allen für Ihr Engagement und
Ihren Einsatz danken. Stellvertretend für so viele möchte ich hier jene erwähnen, die sich im Kirchenvorstand, im Pfarrgemeinderat, in den Gemeinderäten und anderorts einbringen. Durch die Wahlen Anfang November hat es Veränderungen in allen Gremien gegeben.

Auch hier noch einmal ausdrücklich und herzlich Dank und ‚Vergelt’s Gott‘ für allen geleisteten Einsatz! Einige sind nach vielen Jahren aus Gremien ausgeschieden, andere haben sich neu in Verantwortung nehmen lassen oder arbeiten weiter. Ich finde es ermutigend, dass wir als Pfarrei in all unseren Bereichen damit ganz praktisch Zeugnis ablegen. Wir sind Menschen ‚guter Hoffnung‘, die vertrauensvoll auf Neues zugehen und Gegenwart und Zukunft mitgestalten wollen.
Ich freue mich sehr, mit Ihnen und Euch allen auf Neues zuzugehen und dabei auf
den Schutz und Segen Gottes vertrauen zu dürfen.
Bleiben wir also ‚guter Hoffnung‘!

So wünsche ich Ihnen und Euch noch gesegnete Tage des Adventes und dann ein glückliches, frohes und friedvolles Weihnachtsfest und ein hoffnungsvolles 2022!

Bleiben wir beieinander, herzlich,
I
hr und Euer
Christian Böckmann, Pfr