Ihr Lieben,

heute vor 76 Jahren endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der 2. Weltkrieg in Westeuropa, morgen wäre die Widerstandskämpferin der „Weißen Rose“ Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Beide Daten sind Anlass, für eine gute Erinnerungskultur zu werben „wider das Vergessen“. Der Marien- und „Wonnemonat“ Mai ist zwar schon einige Tage alt, aber bei der Blüte klemmt es noch etwas, wie die Landwirte bestätigen, allerdings sind die „Eisheiligen“ ja noch nicht durch. Ob der morgige Sonntag, wie angekündigt, einen „Blitz-Sommer“ abbildet?

Regelmäßige Leser:innen wussten bei der Lektüre des Begleitwortes zum Gemeindebrief Nr. 15 trotz allgemein gehaltener Formulierung, an wen oder was ich dachte, als ich das miserable Krisenmanagement in der aktuellen Missbrauchskrise anprangerte. Natürlich dachte ich an das Erzbistum Köln, und nur an dieses. Dabei bezog ich mich auf die Nachrichten der Portale domradio.de und katholisch.de. Unser Bistum war, das sage ich ausdrücklich, ganz und gar nicht gemeint oder mit gemeint. Die ernsthaften Bemühungen unseres Bistums sind auf der Bistums-Homepage www.bistum-essen.de sehr gut dokumentiert unter den Menüpunkten „Kirche prüfen und verändern“ sowie „Prävention und Hilfe bei Missbrauch“. Verschiedentlich habe das auch im Begleitwort bzw. In Gemeindebrief und Predigt als positives Vorgehen angesprochen. Sollte sich jemand durch das o. a. Begleitwort in unangenehmer und unangemessener Weise angesprochen gefühlt haben, bitte ich, meine so nicht gewollte Zuspitzung zu entschuldigen.

Ansonsten geben die sinkenden Inzidenzzahlen – unsere Stadt zählte bereits einige Tage Werte von deutlich unter 100 in Folge! – Anlass zu der Hoffnung, dass der intensive Impfbetrieb und die in zunehmend erhöhter Zahl möglichen Tests uns allen deutlich mehr Luft und Raum geben. Das Virus wird sicher nicht gehen, aber wir sollten schon bald einen deutlich normaleren Alltag leben können. Pastoralteam und Krisenstab beraten dazu am kommenden Dienstag.

Einen gesegneten Sonntag, angemessene Feier des Muttertages und herzliche Maigrüße,

Michael Clemens, Pastor