Ihr Lieben,

sind die Klimaziele des Pariser Gipfels noch zu erreichen? Das fragen sich mittlerweile nicht nur junge Menschen der „Friday for future“-Generation, sondern auch ihre Eltern und Großeltern, wie die Demonstrationen am Freitag – auch in unserer Stadt – beweisen. Ob das und, wenn ja, welche Auswirkungen das auf die morgige Bundestagswahl haben wird, wissen wir spätestens in der Nacht auf den Montag. Wie sehr die Diskussionen und das Nachdenken rund um ökologische Nachhaltigkeit auch [katholische] Christen erreicht hat, zeigen Zukunftsprojekte auch in den Pfarreien und in unserem Bistum. Die Enzyklika „Laudato si“ war und ist ein nicht nur lesenswertes Buch, sondern ein echter Ansporn für eine auch aus Glaubenssicht geforderte Anstrengung und Antwort auf drängende Zukunftsprobleme weit über unser Dasein hinaus.

Die zwar „erst“ Anfang November anstehenden Wahlen der Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorsteher:innen, treiben uns alle um. Viele Verantwortliche, auch ich, haben bei der Suche nach geeigneten Kandidat:innen wohl begründete Abfuhren erhalten. Manche sind sehr pragmatisch begründet und lenken den Blick auf begrenzte Ressourcen gerade junger Familien, aber auch auf viele im kirchlichen Umfeld beschädigte und verletzte Menschen. Um so deutlicher empfinde ich als Geschenk, wenn sich Menschen zur Wahl stellen oder klar signalisieren, dass sie für die Gestaltung gemeindlichen Lebens vor Ort weiterhin ansprechbar sein wollen.

Die Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe offenbarte die unterschiedliche Haltung der Bischöfe zu möglichen Reformen, bewies allerdings zugleich das Gespür dafür, einen notwendigen Generationswechsel im „operativen Geschäft“, d. h. in den Kommissionen, auch mit Bischöfen zu wagen, die Mut und Zukunftszugewandtheit beweisen. Persönlich freue ich mich, dass unser Bischof mit dem Vorsitz der wichtigsten Kommission, der für Glaubensfragen zuständigen, gewählt wurde. Dass die deutschen Bischöfe unserem Bischof ihr Vertrauen gaben, zeugt davon, dass der Vertrauen verdient, der über alle theologische Kompetenzen hinaus zugeben kann, dass er in seiner Bischofszeit Umkehr erlebt und vollzogen hat. Chapeau!!!

Und dann gibt es noch den aktuellen Gemeindebrief St. Engelbert mit herzlichen Grüßen

Michael Clemens, Pastor    

zum Gemeindebrief